Dichter: Geisel der Menschheit,
um Befreiung bemüht.
Mal ein flammender Brennscheit,
mal zu Asche verglüht.
Eine kritische Masse,
die sich selber zerreißt,
eine bittre Grimasse
zwischen Körper und Geist.
In der Sekunde sechzig
Anschläge - werden verübt
auf mein Leben, doch krächz' ich
darum etwa betrübt?
Hab ich jemals geröchelt?
Ich pfiff auf das ganze, doch
pfiff ich, von Kugeln zerlöchert,
stets auf dem letzten Loch.
Hundert Leben erstarb ich,
durchlebte den hundertsten Tod.
Der Tod! Er schien mir so farbig!
Das Leben rosig bis rot...
Da wollte ich nur noch sterben
und nicht mehr ins Leben zurück.
Da brach ich mein Leben in Scherben,
denn Scherben bringen Glück.
(1920)
[aus dem Russischen von Alexander Nitzberg]
Alexander Negora
ist nur ein Umriß aus Klebeband. Der ganze Rest kreist nach Belieben um die Erde: ein froher Trabant, kokettiert mit den Monden, jongliert mit den Sonnen und fühlt sich besser als je zuvor! Es heißt: Wie gewonnen, so zerronnen. - Ich habe gewonnen, seit ich verlor. (1920) [aus dem Russischen von Alexander Nitzberg]
|